Modellautos

ID #1036

Modellauto fotografieren - ein Erfahrungsbericht

Hallo, l
es haben mich viele gefragt, was ich denn für eine tolle Digitalkamera benutzen würde und wie ich es schaffe, details so sauber zu fotografieren.

Nun, ich bin weder ein Profifotograf noch habe ich eine supertolle Kamera mit 8 Megapixeln oder mehr.

Meine Kamera hat lediglich 2 Megapixel, ist eine Konica Minolta KD-220Z, die ca. 6 Jahre alt ist. Was mir erlaubt, Modellautos so zu fotografieren ist der dreifache optische Zoom und die Funktion Makroaufnahme für Nahaufnahmen. Mit dem digitalen Zoom kamen eher verpixelte Bilder mit zackigen Rändern heraus.

Da die Kamera viel Strom verbraucht, verwende ich immer frisch aufgeladene Akkus, da bei schwachen Akkus auch mal die Fokussierung  versagte. Gute Akkus - gute Bilder :))

Nummernschild mit Makroaufnahme (Cagiva 1:18). Hintergrund weiße Leinwand.

Zu Akkus werde ich noch einen weiteren Ratgeber veröffentlichen, zur Zeit habe ich unter anderem Sanyo HR6U mit 2700 mAh  und ältere von hama mit 1800 mAh, die ich alle halbe Stunde auswechsle. Mit 2 Ladegeräten habe ich immer 8 Akkus über Nacht aufgeladen zur Verfügung.

Beim Zoom und bei Makroaufnahme verwende ich ein kleines Stativ - sonst wären die Bilder schnell verwackelt.

Manchmal war für eine Detailaufnahme die Makrofunktion nicht möglich, zum Beispiel zum Fotografieren des Inneren eines Netzgerätes, wofür das Objektiv zu groß war. Dann hatte ich mal probiert, durch eine Lupe zu fotografieren. Das war nicht einfach, da die Lupe spiegelte.

ein Versuch durch eine Lupe fotografiert, störend Reflektionen auf dem Glas

nicht perfekt, ein Ausschnitt aus der Lupenaufnahme, aber für die Dokumentation über einen Defekt noch ausreichend.


Dann habe ich verschiedene Hintergründe probiert und fotografiere meist bei Tageslicht. Ist es bewölkt oder düster, nehme ich eine LED-Kopflampe zu Hilfe, da bei Nahaufnahmen das Blitzlicht nur zur Überbelichtung führen würde.

auf Acrylglasplatte hochgestellt, reflektierender Hintergund aus lackierter Erle (erwies sich bei Modellen kleiner 1:18 von Vorteil).

Da ich Dachfenster habe, kommt bei mir das Tageslicht von oben. Fotos auf meiner Fensterbank mit Gegenlicht führten zu einem nebligen Schleier.
Daher habe ich mir meine kleine Fotoecke unter dem Nordfenster eingerichtet, wo es weder zu hell noch zu dunkel ist.

nicht optimal bei Gegenlicht auf der Fensterbank

Beim Südfenster und bei heller Sonneneinstrahlung hatte ich zu starke Schatten.

ungünstig: zu starke Schatten

Als Hintergründe verwende ich Wellpappe in beige und grau, Pappelsperrholz, Fotokarton und Keilrahmen mit weißer Leinwand oder eine meiner Scheunen.


Hinter- und Untergrund beiges Pappelsperrholz, Felge zum Objektiv ausgerichtet, Wetter bewölkt

mit IrfanView "sonniger" nachbearbeitet

Fotos, die mir zu kontrastarm oder nicht scharf genug sind bearbeite ich mit dem kostenlosem Tool IrfanView nach. Für Ausschnitte, Optimierung und Rotation verwende ich zusätzlich noch das IrfanView-Plugin für verlustfreies Bearbeiten von JPG-Dateien (JPG_Transform.DLL, loseless  JPG-Rotation/Crop).

Kühlergrill mit optischem Zoom aufgenommen, Untergrund Wellpappe sandfarben, hintern in hellgrau

Da ich schon viele Modellautos fotografiert hatte, ist natürlich die tägliche Übung mit dem Fotoapparat das A&O. Dann schreibe ich mir auch oft auf, wie ich welches Modellauto fotografiert hatte, ob ich es nach bearbeiten musste und was mir dabei nicht gefiel.

Die meisten Modellautos sind nicht meine Eigenen sondern Modelle von Modellbaufreunden aus meiner Ecke. Daher habe ich meine Fotoecke transportable gemacht. Die Keilrahmen erwiesen sich dabei als stabil und leicht genug. Die Wellpappe lässt sich leicht zusammenrollen.

Panoramafoto mit dunklem Hintergrund

Für die Akkus habe ich Transportboxen, womit ich 4-8 Akkus transportieren kann. Bei Akkuboxen, wie sie oft genannt werden, kommt es übrigens auf wasserdicht, schlagfest (mit Silikon- oder Gummieinlage) und gegen Staub geschützt an (Akkubox hama pro-8 oder pro 4-1 zum Vergleich, 8-9 ? teuer).

Zusammenfassung:
  • Tageslicht von oben, kein Gegenlicht
  • gute, frisch aufgeladene Akkus
  • Makroaufnahme oder optischer Zoom
  • passende, meist hellere Hintergründe als das Objekt
  • Nachbearbeitung mit IrfanView
  • Übung


 

Tags: Bildbearbeitung, Fotografie

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Letzte Änderung des Tests: 2009-01-04 14:51
Autor: pipe

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Revision: 1.2

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