Versand und Verpackung

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Versand, Verpackung, Versandkostenabzocke

Diese Ratgeber soll einen Denkanstoß geben und stellt nur meine persönliche Meinung dar.
Manche Verkäufer verstehen nicht, weshalb viele Käufer von Versandkostenabzocke reden, obwohl sie ja "kalkulieren" müssen, um keinen Verlust zu machen.

Dann ist die Konkurrenz bei ebay groß und ist der Grundpreis zu hoch, wirkt er unattraktiv für den Käufer. Mit manchen Artikeln kann man auf ebay auch kein Geld verdienen, da es die Gebührenstruktur nicht erlaubt, sondern höchstens Lagerkosten reduzieren, indem man Überkapazitäten abbaut.

Beispiel: Computermaus, Ladenpreis 5,90 Euro, auf ebay 3,90 Euro mit paypal, kostet dann schonmal mindestens 25 ct. ebay-Gebühr und 35 ct. paypal, also kalkuliert der VK 60 ct. in die Versandkosten mit ein und kommt bei einer Warensendung von 1,55 Euro auf 2,15 Euro, was dann mit Verpackungsmaterial auf rund 2,50 Euro aufgerundet wird.
Anstatt 5,90 Euro zahlt der Käufer dann 8,40 Euro oder er entdeckt auf einem Sonntagsspaziergang die Maus im Schaufenster zum geringeren Preis und sieht sich dann als "abgezockt". Dabei geht es gar nicht ums Geld, sondern über den Ärger oder die Verletzung "betrogen" worden zu sein.

Manche Verkäufer übersehen dabei, daß gerade bei Klein- und Niedrigpreisartikeln der Gesamtpreis teurer wird als im Laden und wundern  sich dann über die große Zahl an "Spaßbietern" und/oder vielen "Roten".

Als Beispiel nehme ich mal einen Käufer, der noch 100 Euro auf seinem Konto hat und für 100 Euro auf ebay einkaufen möchte. In mein ebay steht dann der Gesamtbetrag, jedoch ohne die Versandkosten. 10 Artikel für 10 Euro eingekauft und 10 Euro für jeden Artikel als Versandkosten macht dann aber 200 Euro, also das Doppelte und der Käufer kann 50% des Einkaufes nicht bezahlen.  "Versandkostenabzocke" und "Spaßbieterei" können also eine gemeinsame Ursache haben.

Nun möchte man als Verkäufer dem Käufer Versandkostenrabatt anbieten und kann dann natürlich nicht 3 Modellautos in 1:18 als unversichertes Päckchen verschicken, da die Ware empfindlich ist und auch entsprechend gut verpackt sein sollte.

Nun gibt es Hermes und DHL mit unterschiedlicher Portoberechnung, einmal nach Abmessungen und einmal nach Gewicht.
So kann man mit einer Versandkostenpauschale von 5,90 Euro als versichertes Paket gut hinkommen. Ist das Paket 9 kg schwer und groß, so wird es bei der DHL günstiger, zumal man noch über das ebay-System und online-Frankierung über paypal/giropay bequem seinen Paketschein drucken kann. Ist das Paket schwerer als 10 kg und nicht sehr voluminös kann ich alternativ auf Hermes ausweichen.

Mit 5,90 Porto komme ich als privater Verkäufer für ein versichertes Paket bei Auktionen ab 1 Euro immer hin, ebay-Gebühren und andere Kosten sind in dem Grundpreis von 1 Euro schon drin.

Sollte nun der Gesamtkauf in einem Hermes-Paket für 3,90 möglich sein,
kann man dem Käufer noch einen Rabatt von 2 Euro anbieten. Manche wollen dann doch lieber 5,90 Euro bezahlen und den Artikel "morgen" haben.

Als Verkäufer sollte man sich auch überlegen, daß weniger Arbeit durch Sammelbestellung entsteht und man zum Beispiel nur 3 Pakete anstatt 10 verpacken muß. Wer keinen Versandkostenrabatt anbietet, hat ggf. mehr Arbeit, dadurch längere Lieferzeit und auch mehr Kosten. Der Aufwand Sammelbestellungen zu verwalten ist geringer als mehr Pakete zu verpacken und zur Post zu bringen.

Bei Versandkostenrabatt ist es vorteilhaft, die Artikel zeitversetzt einzustellen, sodaß der Käufer auch genügend Zeit für die Suche und Lesen der Beschreibungen hat.

Versandkostenrabatt hat also enorme Vorteile für den Verkäufer und nicht nur für den Käufer.

Bei kleinen Artikeln kann man auch per Brief verschicken und die Sendung per Einschreiben Einwurf verschicken und bekommt bei Verlust oder Beschädigung bis zu 20 Euro erstattet. Briefporto richtet sich nach Gewicht und Volumen, dann kommt noch 1,60 Einschreiben-Gebühr hinzu. Bedenkt man, daß ein kleines Paket zusammen mit grossen schweren Paketen eher Schaden erleiden kann, so wäre es ggf. sicherer, kleine, empfindliche Ware per Brief zu verschicken.

Möchte man ein Paket gut verpacken, ist Zeitungspapier oft ein geeignetes Verpackungsmittel aber da Papier ein relativ hohes Gewicht hat, kann ein Päckchen plötzlich 2,2 kg wiegen und könnte dann nur als versichertes Paket verschickt werden. Flocken, Styropor und Polsterfolie sind meist leichter...
Altpapier kann unangenehm riechen, besonders wenn es noch feucht wird und ist auch nur als locker zerknüllt wirksam.

Papierschnitzel aus Aktenvernichtern sind nicht immer geeignet, staubt und manchmal rutscht die Ware durch. Wenn man als Käufer so ein Papierschnitzel-Paket auspackt, dann kann es pasieren, daß die sich in der ganzen Wohnung verteilen. Aus Papierschnitzeln und alten Tüten kann man schöne Polsterkissen basteln. Umweltfreundlich nimmt man dann Papiertüten und Kreppklebeband, was vielleicht noch vom letzten Streichen übrig ist.

Es ist daher ratsam erstmal einen Artikel komplett gut zu verpacken und dann zu messen und zu wiegen, bevor man etwas auf ebay einstellt.
Möchte man das Volumen eines Pakets berechnen, muß man natürlich ausreichend Verpackungsmaterial mit berücksichtigen.

Um zu sehen, ob die Waage auch genau ist, kann man z.B. 1kg-Pakete Zucker mit und ohne Karton wiegen. Gerade bei Päckchen kann man in der Postfiliale eine böse Überraschung erleben, wenn das Päckchen dann 2,2 kg anstatt 2kg wiegt.

Ich selber sammle alles Verpackungsmaterial und sortiere das gleich passend in gelbe Säcke ein, da sieht man dann auch gleich was drin ist.
Auch kaufe ich auf ebay sog. Druckverschlußbeutel, die ich hauptsächlich für den Kleinkrempel im Modellbau und für meine Elektronikteile brauche.
So ein Druckverschlußbeutel mit etwas Luft drin, ist zudem ein kleiner Airbag und verhindert, daß die saubere Ware durchs Verpackungsmaterial verschmutzt wird.

Möchte man dann seinen überflüssigen Krempel ( 538 Euro ) auf ebay verticken, so sollte man auch sein Verpackungsmaterial gut vorbereiten und wenn man keines vorrätig hat, kann man welches in Supermärkten und Geschäften bekommen, die davon reichlich und zuviel haben.

Wenn man erst nach dem Kauf nach einem passenden Karton suchen muß, wie auch mir zuletzt passiert, kann es passieren, daß man die Ware gar nicht verschicken kann oder den Käufer unnötig warten lassen muß.

Wer seine Versandkosten zu hoch ansetzt, geht das Risiko ein, daß er gar nichts verkauft. Das Risiko bei niedrigen Versandkosten einen Verlust zu machen ist geringer.

Dann sollte jeder Verkäufer bedenken, daß die Ware auch eine gewisse Nachfrage haben muß und wie oft die auf ebay angeboten wird.

Erst nach guter Vorbereitung Waren einstellen, wenn man auch genügend Verpackungsmaterial und geeignete Verpackung hat und sich sicher ist, was der Versand tatsächlich kostet, vermeidet die eine oder andere Panne.

 

Tags: Paket, Porto, Portoabzocke, Post, Versand, Versandkosten

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Letzte Änderung des Tests: 2009-03-15 12:15
Autor: pipe

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Revision: 1.1

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