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Baubericht Acme Metal Kit Ford Rod 1932 - Teil 1 - Teile

Hallo, liebe Modellbauer und die es werden wollen,,,

Bausätze aus dem Hause acme (früher GMP) erfreuen sich großer Beliebtheit, allerdings bleiben die meisten Projekte liegen oder können nicht fertig gestellt werden, da Teile fehlen oder unbrauchbar sind. Der Bausatz in der Retro-Verpackung ist keineswegs für Anfänger geeignet, sondern mehr was für fortgeschrittene Modellbauer, die Herausforderungen suchen und vielleicht eine Hot Rod Garage bauen möchten. Der Bausatz ist eigentlich eine gute Idee, allerdings hapert es stark an der Qualität und ein hochwertiges GMP-Modell kann man damit kaum bauen. Verglichen mit Motormax und Yatming haben wir es mit Werten um 41-54 € zu tun, wenn man alle Teile verwenden kann. Der aktuelle Kaufpreis von weit über 80 € ist keineswegs gerechtfertigt, zumal man gleich 2 kaufen sollte, falls was schief läuft. Denn von acme gibt es weder Ersatzteile noch Support. Anfragen an acme bleiben einfach unbeantwortet. Die deutschen Händler haben auch keine Ahnung von der Materie und bekommen auch keine Teile. Neben dem Kaufpreis muss man noch mit weiteren Ausgaben für Farben und Lackierung rechnen. Wer ein höherwertiges Modell bauen möchte, kann zudem noch zahlreiche Fotoätzteile nachrüsten, zum Beispiel von DIME, tremonia und ältere von MAV. Sponsorenaufkleber und Teppichflies kann auch nicht schaden. Die Metallkarosserie ist lediglich grundiert. Kühler und Hauben sind aus schwarzen Hartplastik, welches man auf jeden Fall zumindest mit seidenmatten oder matten Klarlack behandeln sollte.

Seite
Die Zeichnungen auf den Seiten sind wenig hilfreich

Die beiliegende Fotodokumention reicht nicht für den Zusammenbau aus, sondern man muss sich entweder schon gut mit Hot Rods auskennen und/oder viel im Internet recherchieren. Die Teile in dem Karton sind in viel zu großen Plastikbeuteln schlecht verpackt, die noch ein Lüftungsloch haben, durch die kleine Teile verloren gehen können. Die schlechte Verpackung führt auch zu gebrochenen oder verzogenen Plastikteilen (siehe Foto 4-6). Dann fehlte noch ein Zahnrad für die Lenkung und ein Aufkleber für die Instrumente auf dem Armaturenbrett. Hinzu kommen noch Gieß- und Konstruktionsfehler, sodass viele Teile erst passend gemacht werden müssen. Man kann 3 billig wirkende Motoren, unterschiedliche Felgen und zahlreiche Varianten bauen. Ausreichend ausgestattet ist allerdings nur der Motor "Edelbrock", bei den anderen muss man sich die Verkabelung selber stricken. Einige Teile liegen lose bei und können daher leicht verloren gehen. Die Teileträger sind auch nicht alle beschriftet oder nach dem Bedarf geordnet, sondern eher ein ziemliches Durcheinander. Für die Dokumentation habe ich also viele eigene Bezeichnungen verwendet.

Zunächst sollte man also Ordnung schaffen. Kleinteile und Schrauben in einer Sortimentsschachtel lagern und andere Teile passend in beschreibbare ZIP-Beutel einsortieren. Das ist auch praktisch da durch die zahlreichen möglichen Varianten Teile übrig bleiben, die dann auch sortiert eingepackt sind. Der Variantenreichtum ist durch die fehlerhaften und nicht vorhandenen Teilen allerdings beschränkt und man muss improvisieren. Die Schrauben habe ich auf einem Kühlschrankmagneten ausgebreitet, was ein Wegrollen verhindert. Die Verwendung der Schrauben ist ebenfalls nicht dokumentiert und man muss dadurch viel probieren. Der Baubericht ist mit 9 Teilen geplant und wird nach und nach in den nächsten Wochen mit vielen Fotos erscheinen. Nicht alles sollte man nachmachen, sondern vielleicht besser !

Bevor ich mit dem Zusammenbau begann, habe ich zuerst die Karosserie innen und außen mit schwarzen Mattlack geschützt. Wer einen perfekten Glanzlack verwenden möchte, muss die Grundierung noch mit sehr feinen Schleifpapier glätten, spachteln oder kleinere Schäden anderweitig ausbessern. Meiner wird eher ein stark improvisierter Rat Rod werden, da viele Teile unbrauchbar sind, also nur ein Kompromiss zwischen alt und neu. Wichtige Teile sind nur einfach vorhanden, andere einfach überflüssig. Was soll man mit 5 Schalthebeln oder 3 Lenkrädern anfangen, wenn das wichtige Zahnrad für die Lenkung fehlt. Die eigentlich gute Idee wird durch mangelhafte Qualität zunichte gemacht. Scheinbar hat GMP nichts aus seinen Fehlern gelernt und der Nachfolger acme geht so sicher auch noch in die Pleite. In den folgenden Berichten sind manche Teile nur provisorisch fürs Fotografieren fixiert und sehen daher unvollständig aus. Bis ich meine Berichte mit über 100 Fotos fertig habe, könnt Ihr ja schon 'mal Eure Teile sortieren/ kontrollieren und Vorbilder aus dem Internet sammeln. Wichtig: Teile, die lackiert/bemalt werden sollen, nicht vom Gießstrang ablösen.

  • Teil 2 Rädermontage
  • Teil 3 - Fahrgestell
  • Teil 4 - Motor Edelbrock
  • Teil 5 - Innenausbau und Türen
  • Teil 6 - Varianten
  • Teil 7 - Motor Ardun Flattie
  • Teil 8 - Motor Chevrolet small block
  • Teil 9 - das fertige Modell
Größere Fotos in der diashow

 
Kategorien zu diesem Artikel

Tags: 1:18, Acme, Bauanleitung, Bausatz, Dokumentation, GMP, Hot Rod, instruction, kit

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Letzte Änderung des Tests: 2015-03-10 14:57
Autor: pipe

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