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ID #1901

Lüftersteuerung LC Power CFC-3 im Test

Hallo, liebe Leser,

diese Lüftersteuerung wird in einem kleinen und stabilen Karton mit aufgedruckten Rasierklingen geliefert. Die Assoziation zu scharf, rattenscharf oder scharfes Teil ist durchaus berechtigt. Schon beim Auspacken fällt einem die rot getönte ESD-Verpackung auf, die vor elektrostatischer Aufladung schützt. Daneben findet man eine weitere Tüte mit 2 Ersatz-Temperatursensoren, 6 gelbe Aufkleber zum Fixieren der Sensoren und 4 kleine Schrauben. Das Chassis ist ein weiß lackiertes Stahlblech, welches sehr stabil und verzugsfrei ist.

Seitenansicht Panorama

Es sind alle Kabel bereits aufgesteckt und sauber zusammen gebunden. Sehr praktisch ist das Flachbandkabel für die Sensoren, welches sich gut verlegen lässt. Die Stromversorgung erfolgt über einen Molex-Stecker, welcher etwas wacklig ist und einen gerade noch ausreichenden Kabelquerschnitt hat. Für den Dauerbetrieb unter Volllast aller Kanäle von je 24 Watt reicht das allerdings nicht voll aus, kommt aber in der Praxis kaum vor.
Die Ausgänge sind zudem kurzschlussfest, die Lüfterkabel ausreichend dick, und ermöglichen ein Aufstecken der Lüfter im Betrieb. Man sollte aber die Lüfter immer im ausgeschalteten Zustand anschließen und darauf achten, dass keine elektrostatische Aufladung entsteht.
Der Schalter auf dem Display schaltet die Lüftersteuerung nicht komplett aus, sondern nur die Anzeige, d.h. die Lüfter laufen weiter.

Das Gerät startet im Automatikmodus, wobei die Lüfter erst auf voller Drehzahl laufen und dann langsam herunter regeln. Die Abfrage der Temperatur erfolgt dabei im 2-Sekunden-Takt, was einen etwas trägen Eindruck hinterlässt, aber gerade beim Hochfahren des PCs von Vorteil ist.
Das Display ist gut ablesbar, spiegelt aber stark, sodass das Fotografieren nicht besonders gut gelingt. Die Touchfelder sind auch mit einem Pen bedienbar, also keine Fingerabdrücke entstehen, man muss aber die richtige Stelle treffen, eher jeweils an den Rändern, was nach einigem Ausprobieren gut gelingt.

Etwas umständlich erscheint die Bedienung im manuellen Modus, sofern man die viel zu klein gedruckte Bedienungsanleitung richtig gelesen hat. Diese kann man jedoch von der Website unter der Produktbeschreibung als PDF herunterladen und lesbar zoomen. Man kann die Drehzahl für jeden Lüfter separat einstellen; diese ließen sich soweit herunter regeln, bis sie stehen blieben. Drückt man dann auf (+) geht der Lüfter gleich mit voller Drehzahl hoch. Das gleiche geschieht, wenn man vom manuellen Modus auf die Automatik umschaltet, die ausgesprochen zuverlässig funktioniert.
Die Temperatur für den akustischen Alarm ist auf 70 Grad vor eingestellt, löst bei Erreichen einen Warnton aus, und lässt sich ebenfalls ändern, allerdings nur für alle Sensoren und nicht für einzelne. Bleibt ein Lüfter stehen, welches über das Tachosignal abgefragt wird, erschallt ebenfalls ein lautes Piepsen.

Die Qualität der getakteten Elektronik ist überraschend hoch, was aber nicht für die Verarbeitung gilt, die ein paar Schwachpunkte zeigt. Reine PWM-Lüfter laufen allerdings nicht. Die Stecker der Sensoren sind mit Heißkleber fixiert, was beim Transport die Stecker schützt, aber unschön aussieht. Trotzdem kann man hier von einem guten, zuverlässigen Produkt sprechen, welches mit Preisen von 40-45 € ein recht gutes Preis- /Leistungsverhältnis bietet. Die Anzeige ist nicht nur äußerst attraktiv sondern auch sehr funktional. Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen.

diashow

 

Tags: Kühlung, Lüftersteuerung, Lüftung

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Letzte Änderung des Tests: 2019-03-30 10:31
Autor: pipe

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Revision: 1.0

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